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Zeit zum Nachdenken Albert Handelmann

Zeit zum Nachdenken

Albert Handelmann

Published October 23rd 1999
ISBN : 9783898110372
Paperback
160 pages
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 About the Book 

Ein mutmachender Erfahrungsbericht eines Betroffenen für Betroffene. „Zum ersten Mal sagte man mir, daß ich etwas hätte, was im Moment schlimm ist, aber wieder völlig verschwinden würde. Dazu brauche ich aber sehr viel Geduld.“Albert HandelmannMoreEin mutmachender Erfahrungsbericht eines Betroffenen für Betroffene. „Zum ersten Mal sagte man mir, daß ich etwas hätte, was im Moment schlimm ist, aber wieder völlig verschwinden würde. Dazu brauche ich aber sehr viel Geduld.“Albert Handelmann gewährt mit seinen aufgezeichneten Erfahrungen den Lesern einen Einblick in die „ganz schlimme Zeit“ seiner Erkrankung- er läßt sie jedoch ebenso die vielen kleinen Schritte der allmählichen Genesung mitgehen und dadurch ermutigt dieses Buch! Was erlebt ein Mensch, der unvermittelt aus dem Alltagsgeschehen gerissen, sich plötzlich im Zustand eines „50jährigen Babies“ wiederfindet: „klar im Kopf und völlig hilflos“, allein Kopf und Mund bewegen kann?Der Verfasser beschreibt seine Erlebnisse und Eindrücke vom Ausbruch der Krankheit, seine Aufenthalte in Krankenhäusern und schließlich die Phase der Rehabilitation mit genauer Beobachtungsgabe, auf lebendige und nicht selten auch humorvolle Weise. Und dabei wird immer wieder eine Spannung spürbar zwischen Erfahrungen der Ungewißheit und der Rückschläge und der Zuversicht auf allmähliche Besserung bzw. der Aussicht, wieder gesund ins normale Leben zurückkehren zu können.„Und immer wieder hatte ich Zeit zum Nachdenken...“ Nicht selten erlebe ich in meiner Arbeit als ev. Klinikseelsorgerin, daß Krankheiten „Zeit zum Nachdenken“ bieten und zu heilsamen „Bedenk-Zeiten“ werden können. So zeichnen Patienten oftmals im Gespräch ihren Lebensweg bis zur Erkrankung nach und stoßen dabei wie in einem Brennglas verdichtet auf einschneidende Lebenssituationen, die sie nachhaltig verändert haben: z.B. Momente, in denen ihnen bewußt wurde, wie bedroht sie waren, und gleichzeitig die Erfahrung, in dieser Situation bewahrt und behütet worden zu sein. Das erste Gespräch mit Herrn Handelmann in der Früh-Rehabilitation empfand ich ebenso als solch einen Rückblick, bereits aus dem Bewußtsein heraus, die „schlimmste“ und bedrohlichste Phase der Erkrankung überstanden zu haben. Besonders eindrücklich war für mich in diesem Zusammenhang eine Schilderung Herrn Handelmanns, die auch in diesem Buch aufgezeichnet ist („Schutzengel muß man haben“).Der vorliegende Bericht unterscheidet sich wesentlich von einer sachlichen Beschreibung des Guillain Barré Syndroms aus medizinischer Sicht dadurch, daß diese seltene und langwierige Krankheit hier aus dem Blickwinkel eines Betroffenen anschaulich beschrieben wird. A. Handelmann schildert, wie er sie konkret erfahren und durchlebt hat. In der Art und Weise, wie er diese Monate bewältigt hat, wird deutlich, wieviel Geduld ihm durch diese Krankheit abverlangt wurde.